In den Niederlanden tauchte die Idee des Marktplatzes zum ersten Mal auf und wurde dort auch erstmalig umgesetzt. Durch den großen Erfolg wurde dieses Projekt auch für andere Länder interessant. Auf dem Marktplatz agieren verschiedene Unternehmen und gemeinnützige Organisationen miteinander. Gesellschaftliche Belange werden so auf eine zusätzliche, innovative Art berücksichtigt. Die Atmosphäre, in der sich die Teilnehmer befinden, ist in der Regel informell und dynamisch. Der Vorgang wird durch Angebot und Nachfrage von Freiwilligenarbeit bestimmt.
Zweck des Marktplatzes ist es, Engagement-Vereinbarungen zu treffen. Viele Vereinbarungen, gute Vereinbarungen, unerwartete Vereinbarungen …
Das Markttreiben
Der Start wird durch einen Gong signalisiert.
Ein Marktplatz sollte nicht mehr als eineinhalb bis zwei Stunden dauern. In dieser Zeit ist jeder bemüht, geeignete Partner zu finden, um "Gute Geschäfte" zu vereinbaren. Das Ende wird mit dem Schlussgong verkündet und die Zahl der Vereinbarungen wird bekannt gegeben. Danach kann auf die Marktplatzt Geschäfte angestoßen werden.
Nun liegt es an den Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen ihre Vereinbarungen in die Tat umzusetzen.
Was wird verhandelt?
Die Vereinbarungen beziehen sich auf (Wo)manpower, Know-How, Zugang zu Netzwerken, Sachmittel, Infrastruktur und Kreativität. Es ist sehr wichtig, dass die einzelnen Teilnehmer sich Gedanken darüber machen, was sie benötigen und was sie bieten können, damit es ein Gutes Geschäft wird.
Zum Beispiel: Die junge Webdesignerin gestaltet die Homepage für den Jugendfußballclub "11 Freunde" und erwirbt damit gleichzeitig Referenzen. Ein Grafiker entwirft für das nächste Stück des Amateurtheaters "Sieben Geißlein" das Bühnenbild und bekommt dafür Premierenkarten. Oder der etwas andere Betriebsausflug: Eine Schreinerei zimmert für den Kindergarten "Hundert Flöhe" binnen weniger Stunden ein Baumhaus und feiert anschließend bei einem von den Kindern vorbereiteten Sommerpicknick.
Der Beginn einer wundervollen Freundschaft ...
Das Ziel des interdiziplinären Projekts des 7. Semesters Sozialmanagement Nordhausen im Jahre 2008 war es, neue Partnerschaften zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zu stiften. Das gemeinsame Engagement für das lokale Umfeld ist gut für das soziale Klima und macht unsere Stadt noch l(i)ebenswerter. Das Projekt wird 2009 durch den Horizont e.V. fortgesetzt.